– und warum sie allein nicht ausreichen, um schöne und gepflegte Nägel zu bekommen.
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Überblick – das erfährst Du in diesem Blog-Beitrag
Lesezeit: 8 Minuten
Du hast schon einiges ausprobiert.
Neue Maniküre-Tools gekauft. Andere Empfehlungen von Beauty-Zeitschriften und vermeintlichen Expertinnen getestet. Und trotzdem hast du vielleicht das Gefühl: Deine Nägel werden einfach nicht besser.
Sie splittern. Deine Nagelhaut reißt ein. Die Nagelfolien halten nicht richtig.
Und dann liegt der Gedanke nahe: „Mir fehlt fehlt nur noch das richtige Produkt.“
Aber ich sage Dir ganz klar:
In den meisten Fällen stimmt das nicht.
Das Problem sind nicht Deine Tools.
Es ist die Art, wie sie eingesetzt werden und dass es am Markt so schwer ist, „Hot“ von „Schrott“ zu unterscheiden.
Warum Maniküre-Tools der Grund für kaputte Nägel sein können.
Ich sehe es bei meinen Kundinnen immer wieder:
Frauen haben meist hochwertige Metall- oder Glas-Feilen, teure Profi- Nagelhautschieber, wohlriechende Nagelöle –
und kämpfen trotzdem mit denselben Problemen: splitternde Nägel, wuchernde Nagelhaut und trockene Nägel.
Warum? Weil sie nie gelernt haben:
- welcher Nageltyp sie sind
- was ihre Nägel wirklich brauchen
- und wann ein Tool hilft – oder schadet
Ein und dasselbe Tool kann bei unterschiedlichen Nageltypen entweder:
- deine Nägel stärken
oder - sie langfristig kaputt machen
Der Unterschied ist nicht immer das Produkt. Der Unterschied bist Du – und dein Wissen um die richtige Anwendung.
Die 10 wichtigsten Maniküre-Utensilien (und wie du sie wirklich nutzt)
Ich zeige dir die wichtigsten Tools. Aber vor allem erkläre ich dir, worauf es wirklich ankommt. Und wenn Du Lust hast, Dir das Ganze in Video-Form anzusehen und eine Anleitung dafür zu bekommen, dann KLICK GERNE HIER und Du bekommst weitere Informationen zum Maniküre-Workshop.
Starten wir mit den Tools bei der Vorbereitung:
⇒ Die richtige Nagelbürste
Ich bin ganz ehrlich zu Dir: früher habe ich nie eine Nagelbürste genutzt. Sie war mir zu hart und ich hatte das Gefühl, meinen Nägeln und der Nagelhaut eher zu schaden. Doch heute weiß ich die Vorzüge einer guten Nagelbürste sehr zu schätzen. Sie ist nämlich der erste Schritt zu weniger Nagelhaut und oft auch zu besserem Nagelwachstum.
Typischer Fehler:
- Du nutzt eine zu harte Nagelbürste
- Du drückst zu fest auf
- oder sie kommt gar nicht zum Einsatz
Die Folge:
Abgestorbene Hautschuppen können nicht abtransportiert werden und verbleiben auf der Haut. Dort blockieren sie den Weg für feuchtigkeitsspendende Cremes und Pflegeprodukte.
Wichtig zu verstehen:
Die Bürste ist nicht nur zum reinigen da. Sie massiert und entfernt gleichzeitig abgestorbenes Hautmaterial. Damit wirkt sie – auf der Nagelmatrix angewendet – wie ein kleiner Booster für Deine Durchblutung.
Meine Empfehlung: Nutze die Nagelbürste 2x täglich und setze sie alle 1-2 Wochen auch mal mit einem flüssigen Nagelhautentferner ein. Das ist eine sehr effektive Art, lästige Nagelhaut zu entfernen. Höre auf Dein Gefühl und suche Dir in der Drogerie vor Ort eine weiche Bürste aus. Bei Amazon hab ich beispielsweise dieses Modell* gefunden, getestet und für gut befunden. Sie ist sanft und effektiv.
Nach der Reinigung empfehle ich Dir, Deine Nägel zu desinfizieren, damit Du dir bei der Maniküre keine unliebsamen Gäste einfängst.
⇒ Desinfektionsmittel – ein wichtiger Step vor der weiteren Maniküre
Ein oft unterschätzter Faktor, der schnell mal zu einer Nagelbettentzündung führen kann, sind eingeschleppte Keime und Bakterien.
Typischer Fehler:
- Ungereinigte Finger maniküren
- Schmutzige Geräte und Tools nutzen
- Auf unsauberen Unterlagen arbeiten
Die Folge:
So eine Nagelhaut kann sich böse entzünden. Wird das Ganze eitrig und der Finger richtig dick, gehörst Du sogar in ärztliche Hände. Hier droht sonst eine Sepsis.
Wichtig zu verstehen:
Mit Bakterien, Keimen und Pilzen ist absolut nicht zu spaßen. Hier kann es zu Nagelverlust durch Ablösung (einer Onycholyse), einer Sepsis und natürlich auch zu einer Infektion anderer Körperteile oder gar fremder Menschen kommen.
Meine Empfehlung: das Impresan Desinfektionsmittel*. Das lässt sich nicht nur für die Hände, sondern auch für Flächen nutzen (bitte immer an einer unauffälligen Stelle testen).
Weiter geht es mit der Maniküre der Nägel:
⇒ Die richtige Nagelfeile
Ohne Feile geht nichts – ganz klar.
Aber: Viele feilen falsch – und sorgen dadurch unbewusst für brüchige Nägel.
Typischer Fehler:
- Hin- und Herfeilen
- zu grobe Körnung bei feinen Nägeln nutzen
- zu harten Feilenkörper bei weichen oder spröden Nägeln nutzen
- zu weit in die Rauswuchsecken feilen
Die Folge:
Der Nagel franst an der Nagelspitze aus und splittert!
Wichtig zu verstehen:
Die richtige Technik ist entscheidend – und die Wahl der richtigen Feilensorte für Deinen Nageltyp.
Je weicher Dein Nagel ist, desto weicher sollte auch der Feilenkörper sein. Je härter der Nagel ist, desto fester darf auch der Feilenkörper sein. Und ganz wichtig: feile Deine Naturnägel (egal bei welchem Nageltyp) nie mit einer Feile, die weniger als 180 Grit hat.
Kleiner Exkurs: die Grit Zahl gibt an, wieviele Körnchen sich auf der Feilenfläche befinden. Merke: je höher die Grit-Zahl, desto feiner müssen die Körnchen sein, damit sie alle auf dem Feilenkörper Platz finden. Empfindliche Nägel würde ich daher immer nur mit einer weicheren und vor allen Dingen feineren Feile bearbeiten. Diese sollte mindestens 220 Grit haben.
Meine Empfehlung: für weiche und dünne Nägel die Artdeco Soft Feile mit 320/600 Grit*. Und für feste, harte und spröde Nägel gibt es die „Artdeco Feile für trockene Nägel“* mit 180/240 Grit und einem gepolstertem Feilenbett.
⇒ Passende Buffer und Polierfeilen
Du brauchst diese speziellen Polierfeilen, um Rillen zu glätten und Schäden aus zu polieren. Denn: Nagelfolien und Lacke haften am besten auf ebenen Nageloberflächen. Lacke haben es gern samtig matt und Folien gern auf Hochglanz poliert, um richtig gut zu halten.
Typischer Fehler:
- zu häufiges Buffern
- zu niedrige Grit-Zahl (also zu grob),
- falsche Buffer-Feile (in so manch einer Anleitung werden tatsächlich diese groben Nagelfeilen statt echte Buffer genutzt)
- Abbürsten den Polierstaubs (dann geht das ganze wertvolle Keratin verloren)
Die Folge: Der Nagel wird dünn und empfindlich.
Weniger ist hier oft mehr – und oft sogar deutlich besser. Aber genau dafür musst Du Deinen Nageltyp kennen, um die richtige Entscheidung für das richtige Equipment treffen zu können.
Meine Empfehlung: Ich bevorzuge bei meinen Kundinnen immer zwei unterschiedliche Buffer – bei starken Rillen und bei Hornhaut an den Nagelrändern einen ganz weichen Softkörper-Buffer* aber mit 180 Grit, damit die Rillen gut eingeebnet werden. Auch Niednägel lassen sich so besonders gut beseitigen
Und zur Vorbereitung auf den BaseCoat die 1.000er Seite der CGBE-Hochglanz Buffer*. Übrigens: die 4000er Seite solltet Du nur unter Nagelfolien nutzen, nicht, wenn Du anschließend lackieren möchtest.
⇒ Nagelhautschieber und Maniküre-Sticks
Er hilft dir, die Nagelhaut sanft zurückzuschieben. Wobei… wenn man es genau nimmt, wird gar nicht nur geschoben, sondern zuvor wird „geliftet“. Dieses Verfahren ist wichtig, um sich nicht zu verletzen, wenn man die Haut einfach nur zurück schiebt.
Typischer Fehler:
Zu viel Druck! Mit Schwung wird einfach nur geschoben – ohne zu merken, dass die Nagelhaut auf der Nagelplatte verklebt ist.
Die Folge:
Verletzungen im Nagelbett (oft unbemerkt) und die Bildung von Nied- oder Reißnägeln. Genau das kann langfristig dein Nagelwachstum stören!
Mein absoluter Favorit ist deshalb der Staleks Pro Pusher mit Loop*. Mit ihm arbeitest du nicht nur präzise am Nagelhautsaum, sondern Du entfernst damit auch die durchsichtige Nagelhaut. Alternativ kannst Du natürlich die Orangenholz-Stäbchen verwenden.
⇒ Nagelhautzange und Nagelhautschere
Ein äußerst sensibles Tool und ein heikles Thema… soll man die Nagelhaut nun schneiden oder nicht? Ich sage: ja… aber nur da, wo es wirklich nötig ist und nie zu tief!
Typischer Fehler:
Es wird zu viel wegschneiden. Es darf nur der keratinisierte Bereich abgeschnitten werden. Und das solltest Du auch tun… ansonsten kann die Nagelhaut nicht mehr genug Pflege aufnehmen. Was einmal verhornt ist, erwacht auch mit der besten Creme nicht mehr zum Leben.
Die Folge:
Wenn die ohnehin trockene Nagelhaut nicht weiter beachtet wird, können Risse, Entzündungen und immer mehr „Problemhaut“ entstehen. Hier entwickelt sich ein Kreislauf, den viele nicht erkennen: die Nagelhaut fängt an zu wuchern. Schnell passiert es dann, dass man irgendwo dran kommt oder die Haut unsanft schiebt und schon ist es passiert und das empfindliche Häutchen ist eingerissen.
Wichtig zu wissen: Fragst Du eine Hautärztin, ob man Nagelhaut entfernen darf, sagt sie Dir immer „Finger weg! Die Haut hat eine Schutz-Funktion!“ Sie hat leider ein falsches Bild vor Augen – die russische Maniküre, die oft viel zu tief ausgeführt wird.
Genau so mache ich das eben NICHT! Ich bin der Meinung: russische Maniküre gehört nicht in Laienhände!
Aber es ist absolut richtig, abgestorbene und verhornte Haut zu entfernen – wie willst Du sonst Pflege in die Haut rein bringen? Was einmal abgestorben ist, bleibt abgestorben. Und besonders auf der durchsichtigen Nagelhaut haftet weder Lack noch Nagelfolie!
Meine Empfehlungen:
- die professionelle Nagelhautschere* von Staleks oder
- die professionelle Nagelhautzange* von Staleks
- oder die spezielle Linkshänder-Schere*
Beide sind so geformt, dass Du die abgestorbene Haut schneiden kannst, ohne Dich zu verletzen, da sie sehr präzise sind!
Übrigens: wusstest Du, dass Dir die richtige Handhaltung ungemein bei der sicheren Führung der Schere helfen kann? Die zeige ich Dir in meinem Maniküre-Workshop. Klick gern mal rein.
⇒ Chemische Nagelhaut-Löser
Manchmal braucht es mehr, als nur Nagelhaut-Pusher, -Schere oder -Zange. Manchmal sitzt die Nagelhaut so verklebt auf Deinem Nagel, dass jeder Versuch sie vom Nagel zu lösen damit endet, dass Du Dir weh tust.
Typische Fehler:
- Du schiebst die trockene verklebte Haut einfach nach hinten
- Du reißt die Nagelhaut beim Schieben tief ein, weil Teile der Nagelhaut auf der Nagelplatte kleben bleiben
Die Folge:
Die eingerissenen Bereiche bieten eine Eintrittspforte für Keime und Bakterien. Es kommt zu Entzündungen und Rötungen.
Aber: das muss nicht sein! Sanftes Anlösen der Nagelhaut kann Dir helfen, diese auf schonende Weise los zu werden. Nutze das Serum immer nach Herstellerangabe – lieber etwas kürzer und dafür 2x, als nur einmal anwenden und dafür zu lang drauf lassen. Als Faustregel gilt: 2 Minuten Einwirkzeit. Danach direkt abwaschen und dabei mit der Nagelbürste sanft massieren.
Wichtig zu verstehen:
Das Serum sollte nie in tiefere Schichten der Nagelfalz eindringen und sollte auch nicht unter den Nagelhautsaum geschoben werden. Es soll nur dazu dienen, Verklebungen zu lösen und die durchsichtige Haut auf der Nagelplatte zu entfernen.
Meine Empfehlungen:
- MyLee Nagelhaut-Entferner-Serum* auf Urea, Glycerin und Pfefferminzöl-Basis-Basis (für empfindliche Nagelhaut)
- Sally Hansen Nagelhaut Entferner-Serum auf Alkali-Basis* (für sehr hartnäckige Fälle)
Auch diese Anwendung zeige ich Dir in meinem Maniküre-Workshop ausführlich. Hier bekommst Du weitere Informationen.
Hast Du ein Tool, dass ich mir für Dich mal näher ansehen soll?
Dann schreib mir gerne.
Und wenn Du jetzt nach dem Artikel denkst: „Kein Plan, ob ich mit diesen Hilfsmitteln alleine klar komme?“, dann mach es wie Silke, Renate oder Sandra und hol Dir die Aufzeichnung vom Maniküre-Workshop.
Ja, gib mir mehr Informationen zur Maniküre-Workshop-Aufzeichnung!
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